Misogynie als Politik
Misogynie als Politik: Eine Gefahr für die Demokratie.
Misogynie ist nicht nur ein individuelles Problem oder die plumpe Hassrede einzelner Männer. Sie ist eine bewusste, perfide Strategie, die Frauen systematisch entrechtet und unsere Gesellschaft daran hindert, wirklich frei und gerecht zu sein. Misogynie als Politik ist nichts weniger als eine Bedrohung für die Demokratie selbst. Es ist längst überfällig, dass wir dieses Problem endlich beim Namen nennen und es mit aller Entschlossenheit bekämpfen.
Reproduktive Rechte: Die gezielte Kontrolle über Frauenkörper
Die Angriffe auf das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche sind keine „wertkonservativen“ Positionen, sondern gezielte Machtdemonstrationen. Wer Frauen die Kontrolle über ihre eigenen Körper nimmt, verwehrt ihnen die Freiheit, über ihr Leben selbst zu bestimmen. Diese Art von Politik ist kein bedauerlicher Rückschritt, sondern ein bewusster Versuch, Frauen wieder auf eine Rolle als Gebärmaschinen zu reduzieren. Die staatliche Kontrolle über den weiblichen Körper ist nichts weniger als institutionalisiertes Patriarchat und muss sofort beendet werden – sie ist ein direkter Angriff auf die Menschenwürde.
Wirtschaftliche Gewalt: Lohnungleichheit ist kein Zufall
Das Gender Pay Gap ist kein „statistisches Problem“, sondern ein Skandal. Dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen, ist kein bedauerlicher Ausrutscher, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger, systematischer Ausbeutung. Hinzu kommt die ignorierte Care-Arbeit, die überwiegend von Frauen geleistet wird – unbezahlt und unsichtbar. Wer diese Zustände schönredet oder als „kompliziertes Problem“ abtut, verteidigt aktiv ein System der ökonomischen Gewalt. Es ist an der Zeit, dass wir die wirtschaftliche Ausbeutung von Frauen als das benennen, was sie ist: ein Verbrechen gegen die Gleichberechtigung.
Politische Macht: Frauen systematisch draußen halten
Die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik ist kein Zufall, sondern gewollt. Parteien, die sich gegen Frauenquoten aussprechen, verteidigen bewusst den Status quo männlicher Macht. Wenn Frauen kaum in den Parlamenten sitzen, hat das System. Diese systematische Exklusion ist ein Angriff auf die Demokratie selbst. Denn wo Frauen keine Stimme haben, werden ihre Interessen nicht vertreten. Wir müssen nicht um Frauenquoten bitten – wir müssen sie einfordern, sofort und ohne Kompromisse.
Misogynie als autoritäres Instrument: Frauenrechte als erste Opfer
Autoritäre Regime greifen zuerst die Rechte marginalisierter Gruppen an – LGBTQIA+-Personen, Menschen mit Migrationshintergrund, People of Color. Diese Angriffe sind bewusst gewählt, um die Gesellschaft zu spalten und Widerstand zu zerschlagen. Frauenrechte folgen oft als nächste Eskalationsstufe. Die gezielten Angriffe auf Gender Studies und die Dämonisierung einer angeblichen „Gender-Ideologie“ zeigen deutlich, dass die Kontrolle über Frauenkörper und -rechte zentral für autoritäre Agenden ist. Eine effektive Verteidigung gegen diese Angriffe kann nur intersektional sein – solidarisch mit allen betroffenen Gruppen.
Schluss mit Ausreden: Misogynie als Politik endlich stoppen
Es reicht nicht, die Misogynie einzelner Männer zu verurteilen. Es reicht nicht, Sonntagsreden über Gleichberechtigung zu halten. Was wir brauchen, ist eine konsequente politische Strategie gegen die strukturelle Frauenfeindlichkeit. Misogynie ist keine Randerscheinung, sondern ein zentrales Herrschaftsinstrument. Wenn wir das nicht endlich verstehen, wird sich nichts ändern. Es ist an der Zeit, dass wir diese Wahrheit aussprechen – laut, deutlich und ohne falsche Höflichkeit.
Fazit: Keine Kompromisse mit Frauenfeindlichkeit
Misogynie als Politik ist eine Gefahr für die Demokratie, für die Freiheit und für jede Form von sozialem Fortschritt. Wir dürfen uns nicht länger mit kosmetischen Reformen zufriedengeben. Was wir brauchen, ist ein radikaler Bruch mit der Politik der Frauenfeindlichkeit. Keine Kompromisse, keine Ausreden, keine Verzögerungen mehr. Frauenrechte sind Menschenrechte – und sie sind nicht verhandelbar.